Lang ersehnte Straße wird gebaut

L 30 Ortsumgehung Niederlehme

Bericht in der MAZ-online vom 13.03.2014: Der Bürgermeister freut sich über einen Knaller und auch die Investoren eines Mega-Projekts freuen sich über diese Nachricht. In Niederlehme soll die Ortsumfahrung gebaut werden. Darum hat es lange Streit gegeben. Nun kommt die Straße und befeuert somit auch ein 300-Millionen-Euro-Projekt.

MAZ Grafik: Scheerbarth

Niederlehme. „Für mich ist das heute ein Knallertag, von denen ein Bürgermeister nicht allzu viele erlebt“, fasst der Königs Wusterhausener Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) sein Gespräch mit dem brandenburgischen Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) zusammen. Die beiden saßen kürzlich zusammen und der Minister hatte dabei einen Knaller für den Ortsteil Niederlehme verkündet.

Dort wird nach einem mehr als zehn Jahre währenden Hin und Her die Umgehungsstraße für den Ortskern Niederlehme rund um die 100 Jahre alte Kirche gebaut. Das sicherte der Minister dem Stadtoberhaupt zu. Damit wäre auch eines der größten Hemmnisse für den Bau des „Königswald Resort“ auf dem ehemaligen Militärgelände in Niederlehme beseitigt. Es gehört in den kommenden Jahren mit 250 Ferienhäusern, zwei Hotels und Boardinghäusern bei geplanten Investitionen von etwa 300 Millionen Euro mit zu den größten touristischen Projekten im Land Brandenburg. „Der Königswald erwies sich als Katalysator für die Ortsumfahrung“, sagt Franzke. Daran habe es im Ministerium keinen Zweifel gegeben. Die Anwohner mussten entlastet und die Ansiedlung des Investors beschleunigt werden.

Manch Niederlehmer reibt sich jetzt die Augen, wie schnell alles in die Wege geleitet wird. Noch in diesem Jahr sollen sowohl die Ausführungsplanung als auch die Unterlagen für die Ausschreibung der Aufträge fertig sein. „Schon 2015 wird mit dem Bau der Ortsumfahrung begonnen“, sicherte der Minister zu. Franzke hält es sogar für möglich, dass der insgesamt nur 1300 Meter lange Abschnitt noch im selben Jahr fertiggestellt wird. „Dort kann ohne jede Verkehrseinschränkung gebaut werden. Unsere Baubetriebe sind fix, das haben sie schon unzählige Male bewiesen“, ist der Bürgermeister optimistisch.

Auch der Minister geht davon aus, dass die mit 2,6 Millionen Euro veranschlagte Straße noch vor der Ansiedlung des Königswaldes übergeben wird. Das hört Fritz Kroll, Geschäftsführer der LogHomes Berlin, die das Areal 2004 gekauft hat, gern. „Wir sind froh und glücklich, dass das Nadelöhr mit dem Altdorf beseitigt wird. Ansonsten hätten wir teure Provisorien bauen müssen.“ Nach einem Marathonlauf durch die Behörden sei man jetzt dank der Umgehungsstraße mit dem Vorhaben Königswald nur noch fünf Meter vom Ziel entfernt. Kroll zufolge beginnt der Bau der Anlage 2016.

Auch das Niederlehmer Sand- und Mörtelwerk setzte sich über Jahre für den Bau dieser Straße ein. Dort allerdings waren am Donnerstagweder der Geschäftsführer noch der Werkleiter erreichbar.

Von Franziska Mohr Link zum Artikel …

Pressemitteilung Land Brandenburg vom 12.03.2014

Vogelsänger: Baustart für Ortsumfahrung Niederlehme 2015

Königs Wusterhausen – Für eine der wichtigen Straßenverbindungen auf dem Gebiet der Stadt Königs Wusterhausen hat Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger heute grünes Licht gegeben. Nach einem Gespräch mit Bürgermeister Lutz Franzke sicherte der Minister zu, noch in diesem Jahr die Ausführungs- und Ausschreibungsunterlagen für die Umfahrung für den Ortsteil Niederlehme abzuschließen und 2015 mit dem Bau zu beginnen.

Vogelsänger: „Mit der Ortsumfahrung wird ein vielen Menschen in der Region beklagtes Nadelöhr auf der L 30 beseitigt und Niederlehme vom Durchgangsverkehr entlastet. Mit dem Bau wird aber nur eine wichtige Verbindung von und zur Autobahn verbessert, die Baumaßnahmen sollen auch zeitlich so abgeschlossen werden, dass mit der Ansiedlung des Königswald Resorts in Niederlehme die Ortsumfahrung fertig ist.“

Der Bau des Königswald Resort auf einem ehemaligen Militärgelände gehört in den kommenden Jahren zu den größten touristischen Projekten im Land Brandenburg.

Die L 30 verbindet Königs Wusterhausen mit der Autobahn Berliner Ring (A 10). Für die 1.300 Meter lange Ortsumfahrung werden rund 2,6 Millionen Euro veranschlagt.

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