Bericht im DAHME KURIER

Das ProjektEhemaliges DDR-Tanklager wird zum „Königswald“

so titelte der Bericht im DAHME KURIER am 05.02.2014: “Hinter uns liegen bereits zweieinhalb arbeitsreiche Jahre.“ Fritz Kroll,Geschäftsführer LogHomes Berlin

Zwei Hotels mit insgesamt 700 Zimmern, knapp 250 Ferienhäuser und zwei Boardinghäuser für Flughafenbeschäftigte: Die Pläne, die die LogHomes BerlinVermögensverwaltungsGmbH aus Ingolstadt für das ehemalige DDR-Tanklager in Niederlehme hat, sind gewaltig. Rund 300 Millionen Euro will der Investor ab 2016 in den Bau des Komplexes an der Spreenhagener Straße stecken. Es soll eine in ihrer Dimension einzigartige Hotel- und Freizeitanlage in der Region werden.

„Nein, das ist kein Luftschloss“, beteuert der Niederlehmer Ortsvorsteher Frank Häusler. Für den Ort sei dies ein Glücksfall, beidem etwa 150 neue Jobs geschaffen werden könnten. Ähnlich zuversichtlich äußert sich Jörg Glase von der Stadtverwaltung Königs Wusterhausen. „In der Planung hat das Projekt längst Gestalt angenommen. Das notwendige Raumordnungsverfahren steht kurz vor dem Abschluss, so dass die Stadtverordneten voraussichtlich schon im April über den Bebauungsplan entscheiden können“, sagt der Stadtplaner.

Dr.Fritz Kroll

Dr.Fritz Kroll

Das bestätigt auch Fritz Kroll, der Geschäftsführer der LogHomes Berlin, die das Areal 2004 erwarb. „Hinter uns liegen bereits zweieinhalb arbeitsreiche Jahre“, sagt Kroll. Allein das Raumordnungsverfahren fülle schon fünf große Aktenordner. „Die Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg hat das Projekt im Laufe des Verfahrens von allen Seiten abgeklopft und für gut befunden“, sagt der Rechtsanwalt. Auch die Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) stellte es bereits auf der Expo in München vor. Bei einer Investitionssumme von mehr als 300 Millionen Euro dürfe man keine Zeit verlieren, sagt Kroll. Daher setzt die LogHomes alles parallel in Gang – das Raumordnungsverfahren, den Bebauungsplan sowie die Suche nach Hotelbetreibern. Es soll bereits Interessenten geben. „Beim Kauf des Areals gab einst die Nähe zum Flughafen den Ausschlag“, räumt Kroll ein. „Jetzt haben wir alles noch einmal durchgerechnet und sind zu dem Schluss gekommen, dass sich das ‚Königswald Resort’ auch ohne den Flughafen rechnen wird.“ Dabei setzt der Investor vor allem auch auf die EU-Osterweiterung. Mit dem geplanten Neubau der Ortsumgehung Niederlehme soll das Areal direkt von der Autobahn aus erreichbar sein.

Bis die ersten Gäste in die Hotels und Ferienhäuser einziehen können, gibt es allerdings noch jede Menge zu tun. Wo sich einst das Tanklager für die Regierungsfliegerstaffel der DDR befand, ließen Metalldiebe kurzerhand große Teile des Zauns verschwinden. Geblieben sind auf dem 32 Hektar großen Areal Reste der alten Tanks, verfallene Häuser mit kaputten Fenstern, eingetretenen Türen und abgelagertem Müll. Da bedarf es schon reichlich Zuversicht, um sich vorzustellen, dass dieser verlassene Ort laut der Zukunftsagentur Brandenburg eines „der größten touristischenVorhaben im Land“ ist. Einen zauberhaften Namen hat es schon: „Königswald Resort“. Damit wollen die Investoren an die Historie Königs Wusterhausens mit dem von Friedrich Wilhelm I. ausgebauten Jagdschloss und seinem großen Jagdrevier anknüpfen.

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